Das Schickhardt-Gymnasium Herrenberg durfte in der zweiten Septemberhälfte im Rahmen des mittlerweile 15-jährigen Schüleraustauschs wieder die Reise nach Botswana im südlichen Afrika antreten. Nach 25 Stunden Anreise erreichten die 16 Schüler und zwei Lehrer die Partnerschule „Rainbow Highschool“ in der Hauptstadt Gaborone. Anstoß und „gemeinsamer Nenner“ des Austausches war und ist zwar ursprünglich der Fußball. Ein Kennenlernen völlig fremder Kulturen, sowie die Verbesserung der Englisch-Sprachkenntnisse stellen mittlerweile jedoch ebenso einen erheblichen Teil des Programms dar.

Am ersten Tag wurden wir zu einer Rundtour durch die Hauptstadt eingeladen, wobei wir das Parlament und dessen kulturelles Beratungsgremium besichtigen durften. Anschließend bekamen wir Einblicke in das noch ungeöffnete Nationalmuseums Botswanas. Zudem durften drei Schüler und Herr Danner in eine der führenden lokalen Radiostation und führten dort ein Interview zu ihren bisherigen Erfahrungen. Nachdem dort auch die Fußballergebnisse der ersten Austauschrunde in Herrenberg thematisiert wurden und das Interview offensichtlich Reichweite produzierte, bekam dies auch die U-17 Nationalmannschaft Botswanas mit und lud uns in den Folgetagen zu einem Freundschaftsspiel ein. Leider musste das Match jedoch kurzfristig wieder abgesagt werden, da nicht alle Nationalspieler pünktlich nach Gaborone kommen konnten.
Um die wundervolle Landschaft und Tierwelt Afrikas zu sehen, ging es in den Folgetagen in den Norden Botswanas. Nach 16 Stunden Anreise, bei der wir erfahren mussten, dass Elefanten auf der Straße und in zu kurzer Distanz nicht gerade schön zu beobachten sind, erreichten wir schlussendlich Kasane am Rande des Chobe-Nationalparks. Nachdem einer erholsamen Nacht in traditionellen Bungalows ging es am Folgetag auf Safari, wo man die atemberaubenden Landschaften und die einzigartigen Tiere, wie Elefanten, eine Löwin mit ihrem Jungen, Giraffen und viele weitere Savannenbewohner hautnah erleben konnte. Darauffolgend stand eine Bootstour auf dem Chobe River an. Dort sah man weitere Tiere wie Nilpferde, Krokodile, unzählige Vogelarten und weitere Landschaften. Einen Tag später reisten wir ins Nachbarland Simbabwe um das UNESCO Weltnaturerbe, die Viktoria Falls, zu besichtigen. Nachdem alle eine „Dusche bis auf die Haut“ in der Gischt der Wasserfälle genommen hatten und viele Erinnerungsbilder gemacht hatten, reisten wir am Folgetag mit vielen Erinnerungen im Gepäck zurück in die Hauptstadt.
In den nächsten Tagen standen neben Besuchen des lokalen Schulunterrichts verschiedene Fußballspiele auf dem Programm.
So eröffneten wir den sportlichen Teil mit einem Testspiel zwischen den SGH-Vertretern und der Rainbow Highschool. Dieses Spiel endete 2:2 und konnte dann im Elfmeterschießen gewonnen werden. Einen Tag später fand ein „Spaßkick“ zwischen einer Mischung der Schüler des SGH & RBH und den Lehrern beider Schulen statt. Diese Partie gewannen die Lehrer leider mit 3:1.
Als sportliches Highlight folgte ein Turnier zwischen sieben lokalen Highschools in Gaborone und dem SGH. Dort konnte das SGH seine Qualitäten auf dem Platz zeigen und gewannen im Finale gegen die Lagae Highschool mit 3:0. So reiste man mit einem Pokal im Handgepäck ab und verabschiedete sich von den neu gewonnenen Freunden von der Südhalbkugel.
So ein interkontinentaler Austausch ist einzigartig und wird sicherlich eine prägende Lebenserfahrung für alle Teilnehmer bleiben, die man nie vergessen wird.
Die Menschen in Botswana sind sehr locker, deswegen begannen viele Programmpunkten verspätet aber auch manche verfrüht, allerdings zeigten sie immer eine unfassbare Gastfreundschaft und man fühlte sich fast wie Zuhause. Bei Festlichkeiten oder in der Kirche erfuhr man die Kultur am intensivsten. Hier wird lautstark gesungen und auch Tänze wie Satapa oder Ähnliches getanzt. Die Amtssprache in Botswana ist zwar Englisch, allerdings wird auch oft „Setswana“ gesprochen, eine der 12 unterschiedlichen Stammessprachen der Nation, was noch einmal verdeutlicht, wie kulturelle geprägt die Gesellschaft Botswanas ist.
Adrian Seeger und Julius Breitner
Bei dem 13-Tägigem Austausch waren dabei:

Silas Andic, Nikola Bekiarov, Julius Breitner, André Cerdan Diaz, Levin Claus, Max Dettmer, Jannis Fälschle, Lukas Hagenlocher, Max Hemmetsberger, Philipp Hoffmann, Jakob Kaupp, Flavius Marian, Michael Piesch, Fabian Sautter, Adrian Seeger und Mads van Oorschot gemeinsam mit den Lehrern Christian Geitz und Ruben Danner.
