
Mittwoch: Der große DB-Überlebenskampf
Am Mittwoch, den 15.07., traf sich der Geographie-LK der J1 kurz vor 7 Uhr am Bahnhof mit Frau Kaiser und Frau Scheurer. In der Hoffnung auf eine problemlose Zugfahrt nach Mayen (Rheinland-Pfalz) stiegen wir in die S-Bahn ein, doch nach einem Blick auf unsere Zugverbindungen verflog unsere Hoffnung schnell. Mit allen Verspätungen und Zugausfällen kamen wir 2 Stunden verspätet am Bahnhof in Mayen an. Von dort aus gestaltete sich der Weg zur Jugendherberge sehr abenteuerlich. Bis wir den richtigen Bus gefunden und dann den Berg zur Jugendherberge bezwungen hatten, hat es etwas gedauert, aber umso schöner war es, als wir endlich auf unsere Zimmer konnten. Durch unsere Verspätung haben wir uns dazu entschieden, den ersten Programmpunkt, die Besichtigung des Schieferbergwerks, ausfallen zu lassen. Als Alternativprogramm ging es zusammen zum Minigolfen, wobei sich versteckte Talente äußerten.
Donnerstag: Schockfrosten und eine Mega-Fontäne
Mit einem Geburtstagskind in der Gruppe fuhren wir am Donnerstagmorgen nach Andernach, wo wir wegen der Klimaanlage im Bus halb verfroren ankamen – die perfekte Vorbereitung auf das Thema Kaltwassergeysir!

Im Geysirmuseum wurde uns die faszinierende Funktionsweise des (nicht ganz natürlichen) höchsten Kaltwassergeysirs der Welt erklärt und wir durften auch selbst experimentell einen Geysir nachstellen. Anschließend wurden wir durch das Museum geführt und sind mit einer Fähre über den Rhein zum eigentlichen Geysir gefahren.
Der Geysirausbruch war sowohl von der Höhe der Fontäne als auch in der Dauer sehr beeindruckend.
Nach der Rückfahrt hatten wir erst einmal Freizeit, in der wir die Innenstadt Mayens mit ihren verschiedenen Läden und Cafés erkundet haben.
Den Abend verbrachten wir mit verschiedenen Gesellschaftsspielen, die zum Teil sehr ehrgeizig gespielt wurden.
Freitag: Am brodelnden See

Der Freitag begann für uns mit einer Busfahrt zum Laacher See, der in zwei Calderen eines jungen Vulkans liegt. Nach einer Wanderung am Seeufer entlang wurde uns die „Whirlpool-Funktion“ des Sees erklärt: Es handelt sich um Mofetten, also CO2-Austritte am Seeufer, welche auf die magmatische Aktivität unter dem Laacher See hindeuten. Dass es sich tatsächlich um CO2 handelt, welches dort austritt, konnten wir mit einem Versuch bestätigen.
Nach einer Pause in der Vulkan Brauerei Mendig – natürlich nur mit alkoholfreien Getränken – ging es weiter in das Museum Lava-Dome, wo wir nach einer Führung auch die Simulation eines Vulkanausbruchs und dessen mögliche Konsequenzen für die Vulkaneifel erleben konnten.
Im Anschluss daran ging es für uns behelmt in den Lavakeller von Mendig, in welchem früher unter Tage Basalt für Mühlsteine abgebaut wurde.

In ca. 30 Metern Tiefe bei kühlschranktauglichen 8 Grad Celsius erfuhren wir, wie hier früher gearbeitet wurde und wie die so entstandenen unterirdischen Höhlen als Lagerstätten sowie Bierkeller genutzt wurden und heutzutage sogar als Hochzeitslocation dienen.
Zurück an der warmen Erdoberfläche fuhren wir wieder mit dem Bus nach Mayen und ließen den Abend mit Stockbrot am Lagerfeuer vor der Jugendherberge ausklingen.
Samstag: Muskelkater, Römer und der finale DB-Kampf
Am letzten Tag gingen wir noch vor unserer Abreise auf Wanderung zur „Erlebniswelt Grubenfeld“ in Mayen. Dort bekamen wir eine Führung durch das Museum und das Außengelände, auf welchem früher im Tagebau Gesteine abgebaut wurden.
Im Museum konnten wir ausprobieren, wie es ist, von Hand Mehl zu mahlen. Außerdem konnten wir erleben, wie schwer die Arbeit im Bergbau früher war.
Das Römerfest auf dem Museumsgelände sorgte zusätzlich für eine besondere Atmosphäre.
Auch wenn die Rückreise aufgrund erneuter Zugverspätungen und -ausfälle noch einmal unsere Geduld forderte, blicken wir auf vier ereignisreiche Tage zurück, die uns die geologische Vielfalt der Eifel nähergebracht und den Zusammenhalt im Kurs gestärkt haben.
Anne-Catherine Brüge und Lara Rinkert, Frau Kaiser
