Die Zauberflöte
Am 25. 2. 2026 führten die Klassen 5b, 5d und 6e Wolfgang Amadeus Mozarts berühmteste Oper in der Längenholzhalle auf.
Nach drei intensiven Probetagen mit fast 100 Beteiligten war es endlich soweit- das Publikum strömte in die Längenholzhalle „Das neu errichtete Opernhaus von Herrenberg“, wie Stefan Lindemann von der Jungen Oper in seiner Begrüßung sagte- um sich von Mozarts berühmtester Oper, der „Zauberflöte“ verzaubern zu lassen.

Empfangen wurden die Zuschauer:innen von den Schüler:innen der Klassen 5b, 5d und 6e, die als Chor in farbenfrohen Gewändern und in von der Jungen Oper zur Verfügung gestellten Kostümen bereits ihre Plätze eingenommen hatten. Gespannte Stille herrschte im Publikum und bei den jungen Sänger:innen, als dann die ersten Takte der Ouvertüre erklangen. Fünf Erzähler:innen führten das Publikum in das Bühnenbild ein- den Baum des Lebens, der das Königreich der Nacht mit dem Königreich des Tages verbindet und stellten die wichtigsten Personen vor: Die Königin der Nacht, den Priester Sarastro, Prinzessin Pamina und Prinz Tamino. Den Prinzen bekam das Publikum gleich in der nächsten Szene zu Gesicht, er wurde von einem Drachen quer durch das Publikum verfolgt und wurde vor lauter Schreck ohnmächtig. Damit möglichst viele Schüler:innen eine Rolle außerhalb des Chores spielen konnten, wurden sämtliche Rollen mehrfach besetzt, so dass in fast jeder Szene eine andere Schüler:in einen Soloauftritt hatte. Die schwierigen Gesangsparts wurden vom Ensemble der Jungen Oper, Assumpta Munsi, Sopran (Pamina), Rodrigo Alegre, Tenor (Tamino), sowie Stefan Lindemann, Bariton (Papageno und Sarastro) übernommen.

Mit den Proben begonnen hatten die Klassen bereits zu Beginn des Schuljahres mit ihren Musiklehrer:innen, Miriam Klüglich, Clarissa Oesterle und Patrick Erhard, die auch die Idee zu diesem besonderen Projekt hatten. In den letzten drei Tagen wurde dann intensiv auch das Schauspiel geprobt, dies übernahm Stefan Lindemann von der Jungen Oper, Assumpta Munsi probte besonders intensiv die Gesangsstücke mit den Schüler:innen.
Die Handlung der Oper ist schnell erzählt, Prinz Tamino verliebt sich in das Bildnis der Prinzessin, die er aus dem Palast Sarastros befreien soll. Unterstützt wird er dabei von dem Vogelfänger Papageno, der sich seinerseits nach einer Papagena sehnt. Pamina muss jedoch gar nicht gerettet werden, die Entführung ist vorgetäuscht um Pamina und Tamino zusammenzubringen. Tamino soll sich im Folgenden in vier Prüfungen beweisen um die Nachfolge der Herrschaft anzutreten. Gemeinsam bestehen Pamina und Tamino die Prüfungen und werden am Ende vermählt, ebenso wie Papageno und seine Papagena.
Die Prüfungen bestehen aus Schweigen, Feuer, Sturm und Wasser. Zum Schweigen wurde Tamino von Sarastro verdonnert. Für die drei anderen Prüfungen benötigte er die Unterstützung des Chores: Feuer, Sturm und Wasser sind vereint in einem Gewitter und so beschwörte der Chor mit Füße trampeln und zischen ein Gewitter herauf.




Das Publikum war so gefesselt, dass es- unüblich bei einer Opernaufführung- eine Zugabe forderte und auch bekam. Allerdings nicht ganz ohne Eigenleistung. Publikum und Chor sangen gemeinsam „Das klinget so herrlich“ und so ging eine einzigartige Inszenierung zu Ende.
Am Schluss bedankte sich Schulleiterin Heike Bertsch- Nödinger bei allen Beteiligten, allen voran Miriam Klüglich, Clarissa Oesterle und Patrick Erhard, die das Projekt initiiert und geleitet hatten, allen Eltern, die ihre Kinder bei allen Proben und Aufführungen unterstützen und nicht zuletzt dem Förderverein, den Freunden des Schickhardt- Gymnasiums, die großzügige finanzielle Unterstützung leisten bei allen Projekten, die von der Schule nicht allein gestemmt werden können.
Die Mitarbeiter:innen der Jungen Oper bekamen als Dank einen immerwährenden Kalender gestaltet mit Motiven von Schüler:innen unserer Schule, sowie Samenbomben überreicht, über die sie sich sichtlich freuten.




Das letzte Wort hatte Stefan Lindemann. Er bedankte sich für die tollen und lebendigen Tage und sprach den Schüler:innen das größte Kompliment aus: was Schauspiel und Gesang angehe, habe er noch nie so viel Talent an einer Schule gesehen- und er habe dieses Projekt schon an vielen Schulen durchgeführt.
So fand ein rundum gelungenes Projekt einen tollen Abschluss und alle beteiligten Schüler:innen werden sich sicherlich noch lange an dieses besondere Erlebnis erinnern.
