Eine festlich geschmückte Stadthalle empfing am Samstag, den 18. 7. 26 die Besucherinnen und Besucher des diesjährigen Abiballs. Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich Abiturientinnen und Abiturienten mit ihren Familien, Freunden und Lehrkräften um den erfolgreichen Abschluss ihrer Schulzeit zu feiern. Die Freunde des SGH richteten für die Gäste den traditionellen Apéro zu Beginn aus, bevor um 17:00 Uhr das offizielle Programm mit dem Einmarsch der Abiturientinnen und Abiturienten begann. Leonie Kazmaier und Anton Schurer begrüßten die Anwesenden und übergaben gleich das Wort an Schulleiterin Heike Bertsch- Nödinger.

Diese nahm in ihrer Rede Bezug auf das Motto des Abijahrgangs 2026 „ABBI- The Winner Takes it All“. Sie gratulierte zunächst allen Abiturientinnen und Abiturienten, das bestandene Abitur könne mit einem Sieg verglichen werden. Gleichzeitig merkte sie an, dass die heutige Zeit häufig einer Logik folge, die die Welt in Gewinner und Verlierer einteile. Dies berge Gefahren, denn niemand könne dauerhaft gewinnen, wenn andere dauerhaft verlören. So forderte Frau Bertsch- Nödinger dazu auf, weiterhin Fragen zu stellen und sich nicht mit einfachen Wahrheiten im Sinne einer schwarz- weiß Logik zufriedenzugeben. „Bildung braucht Empathie“- die Fähigkeit menschlich zu handeln und verantwortungsvoll mit offenen Fragen umzugehen. So entließ sie die Schülerinnen und Schüler mit der Aufforderung, ihre Neugier nicht zu verlieren, Verantwortung zu übernehmen und Dialog an Stelle von Dogma zu setzen in das weitere Leben.


Anton Schurer bedankte sich im Namen der Abiturientinnen und Abiturienten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Bereitschaft zum Dialog. Anschließend übergab er das Wort an Birgit Staemmler- Fricke von den Freunden des SGH. Diese bezeichnete das Abitur als die Eintrittskarte in das weitere Leben nach der Schule. Die Eintrittskarte ins Studium oder eine Ausbildung, die zu jedem einzelnen passe. Sie ging auf den lateinischen Wortstamm „abire“ ein und forderte die Abiturientinnen und Abiturienten auf, in die Welt hinaus zu gehen und diese bunter und vielfältiger zu machen. Gleichzeitig bat sie auch darum, ab und an zurückzukommen und von den eigenen Erfahrungen zu erzählen. Leonie Kazmaier bedankte sich für die Unterstützung der Freunde bei der Organisation des Abiballs.
Stellvertretend für die Eltern der Abiturientinnen und Abiturienten ergriff Herr Grabovskij das Wort. In einer humorvollen Rede, die er mit Hilfe der KI komplett in Jugendsprache übersetzt hatte, beschrieb er, wie die Schülerinnen und Schüler eine Schulzeit im „High- Speed Mode“ durchlaufen hätten bis schließlich der Gegner- das Abitur- geonehitted wurde. Er betonte, wie die Coronazeit die Schulzeit geprägt habe und welche Herausforderungen gemeistert wurden, bis die Jugendlichen schließlich selbst in den „Main character mode“ überführt wurden und die Eltern zu NPCs wurden. Das Publikum feierte diese besondere Ansprache mit tosendem Applaus.


Nun folgte der nächste Höhepunkt, die Übergabe der Reifezeugnisse und Ehrung der Preisträgerinnen und Preisträger. Von den 41 Abiturientinnen und Abiturienten konnten 12 mit einer 1 vor dem Komma abschließen, das beste Abitur erreichte Mike Mattes mit einem Durchschnitt von 1,1. Dies wurde auch mit einer Meldung zur Studienstiftung des deutschen Volkes honoriert. Mit einem Schnitt besser als 1,5 bekamen auch Leonie Kazmaier, Anton Schurer, Veronika Grabovskij und Jan Schierke einen Preis der Gesellschaft e-fellows verliehen. Alle Schülerinnen und Schüler, die eine 1 vor dem Komma vorweisen können, bekamen zusätzlich einen Preis der Freunde des SGH überreicht. Dies waren neben den bereits oben erwähnten Schülerinnen und Schülern Annika Bergstreiser, Anna Böckle, Andreas Hartmann, Nils Steiner und Katja Weitzer.
Besonders gute Leistungen in den MINT- Fächern erreichten Mike Mattes und Veronika Grabovskij, sie erhielten dafür den MINT- Preis, sowie den Preis der Physikalischen Gesellschaft. Veronika Grabovskij erhielt außerdem den Preis der Deutschen Mathematiker Vereinigung, sowie der Gesellschaft der Deutschen Chemiker, dieser wurde auch an Anton Schurer vergeben.
Mit dem Informatikpreis wurden Nils Steiner und Johanna Buck ausgezeichnet. Den Sozialpreis vergaben die Freunde des SGH an Selina Länder und Lavinia Schnell für ihre langjährige engagierte Mitarbeit in der SMV. Für eine herausragende Leistung im Fach Sport, nämlich in vier Halbjahren die Bestnote von 15 Punkten wurde Jan Schierke mit dem Landessportpreis ausgezeichnet. Salome Seitz erhielt den Otto Dix Preis für besondere Leistungen im Fach Kunst und Leonie Kazmaier den Preis für die beste Leistung im Fach Ethik/ Philosophie. Den Paul- Schempp Preis für das Fach Evangelische Religion erhielt Mike Mattes.
Für langjährige Mitarbeit in der Lernmittelverwaltung wurden Tillmann Franz, Selina Länder, Kathleen Lauterbach und Elias Rheinländer geehrt.

Nun folgte das wohlverdiente Abendessen. Währenddessen wurden die Gäste mit einer Bildershow mit Kinderfotos sowie den Highlights von Abischerz, Mottowoche und weiteren Ereignissen aus der Schulzeit unterhalten.
Im Anschluss an das Essen ergriff die SMV das Wort. Die aktuellen Schülersprecher Ihsan Kücükkaya, Zoe Zapke und Anne- Catherine Brüge ehrten Zümra Ebci, Dominik Gelijic, Leonie Kazmaier, Selina Länder, Kathleen Lauterbach, Nele Matthießen, Jan Schierke, Anton Schurer, Tim Ültzhöfer, Annika Voß und Hamed Yusefi für ihr vielfältiges Engagement. Beosnders hervorgehoben wurden dabei Dominik Geljic, Anton Schurer, Selina Länder und Lavinia Schnell als ehemalige Schülersprecher. Zoe Zapke betonte, dass es seit 8 Jahren keine einzige Unterstufenparty gab, bei der Selina Länder nicht beteiligt gewesen sei. Lavinia Schnell übte das Amt der Schülersprecherin zwei Jahre voll Herzblut und Engagement aus. „Ihr seid diejenigen, die die Schule lebendig werden lassen“. So Ihsan Kücükkaya in seiner Ansprache.

Das Leitmotiv der Abirede von Mike Mattes und Selina Länder waren die Meilensteine. Der erste Schultag, der Wechsel auf das Gymnasium, die Dezemberklausurenphase- all diese Meilensteine seien auf dem Weg zum bislang größten- dem Abitur- passiert worden. Wichtig dabei waren Freunde und Klassenkameraden, mit denen man diese Meilensteine gemeinsam meistern konnten. Gerade während der Coronazeit sei ihnen bewusst geworden, wie wichtig Gemeinsachft und der Kontakt untereinander sind. Und so war die Berlinfahrt ein ganz besonderes Ereignis, da dabei aus einer „wilde[n] Mischung von Klassen und Gruppen“ durch gemeinsame Aktionen und lange Gespräche tiefe Freundschaften entstanden seien. Und so geht teils ein trauriger Blick zurück, da dieses Kapitel nun endet, der Blick geht aber schon weiter zum nächsten Meilenstein, der erreicht werden will. Und nach einem Dank an die Eltern und die Lehrkräfte, die auch außerhalb des Unterrichtsstoffes prägende Figuren gewesen seien, beenden Selina und Mike mit der Aufforderung „Zeit zu feiern und zu genießen“ ihre Rede.
Im Anschluss dankten die Abiturientinnen und Abiturienten der Oberstufenberatung, Diana Kaiser, Andrea Schiele und Thorsten Stahl für die Unterstützung und dem Hausmeister Frank Jetter, vor allem für die Unterstützung beim Abischerz, für den eigens ein Auto in die Schule bugsiert wurde. Außerdem bedankten sie sich bei den Reinigungskräften im Oberstufenzentrum, die es sich nicht nehmen ließen, noch einmal die „Kippstuhlung“ einzuüben. Ein besonderer Dank ging auch an die Schulsekretärinnen, Heike Stähle und Julia Schnermann.
Nach den letzten Reden und Dankesworten wurde das Wissen des Publikums abgeprüft. In einem interaktiven Quiz, moderiert durch Felix Pfeiffer und Dominik Geljic, mussten Fragen zu Schulgeschichte beantwortet werden, Zitate von Schülerinnen und Schülern, sowie Lehrkräften und Kinderbilder zugeordnet werden.
Auch das nächste Spiel brachte Action in den Saal. Lavinia Schnell und Nele Matthießen moderierten das Spiel „Reise nach Jerusalem“- Lehrer gegen Schüler. Hierbei mussten Gegenstände, wie ein Deo, ein Nike Schuh oder auch ein Organspendeausweis im Publikum eingesammelt und auf die Bühne gebracht werden. Jeweils die letzte Person, die mit dem Gegenstand die Bühne erreichte, schied aus. Schüler und Lehrkräfte zeigten vollen Einsatz und Frau Hirsch hielt tapfer die Stellung doch schließlich gewannen die Schüler doch haushoch.
Nun war es an der Zeit, ein letztes Mal Danke zu sagen, diesmal an die Lehrkräfte der Kursstufe. Dabei wurden Pokale in den verschiedensten Kategorien, wie beispielsweise Verwirrendste Tafelaufschriebe, Macht GK zum LK oder auch Beste Sprüche verliehen. Hier räumte Herr Wiebel die meisten Preise ab, unter anderem für die Kaffeemaschine im Geo- LK und in der Kategorie Bester Joker bei Wer wird Millionär. Nach einem weiteren Dank an die Schulleitung und einem Video mit Highlights aus der Schulzeit erfolgte die Einladung zur Afterparty, die gemeinsam mit den Abiturientinnen und Abiturienten des AGH im Juha gefeiert wurde.
Wir wünschen allen Abiturientinnen und Abiturienten alles Gute und viel Glück, egal wohin das Leben sie hinträgt.
