3. Januar – Noch mehr Pinguine!

Der ‚heilige Rechner‘ ist auf dem E-Deck, im Reich der IT-Jungs. Von diesem Rechner kann man ins Internet. Geduld ist gefragt, denn die Verbindung ist langsam und erinnert mich irgendwie an meine eigene Schulzeit,  denn damals hat es auch immer recht lange gedauert bis Seiten geladen wurden. Skype u. ä. darf nicht benutzt werden, aber den Blog konnte ich mir anschauen und auch endlich auf die Kommentare antworten. Um Euren Wünschen nachzukommen,  schicke ich nochmal ein paar Pinguin-  und Robbenbilder.  Den ‚Pinguin Groove‘, ein Videoclip von Lars, kann ich leider aufgrund der Datenmenge nicht schicken.

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Beyza aus der 6b hat folgende Frage: Habt Ihr Forscher in der Antarktis auch Tiere entdeckt, die man bisher noch nie gesehen hat?
Beyza 6b
Die Biologen hier an Bord der Polarstern sind Spezialisten, die vor allem nach Vögeln, Robben und Walen schauen. Im Wasser gibt es aber viel mehr Lebewesen. Deshalb haben wir Dr. Julian Gutt vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven gefragt, der schon bei vielen Expeditionen dabei war, wo gezielt nach der Vielfalt der Arten in der Antarktis gesucht wurde. Hier kommt seine Antwort:

Neue Arten werden in der Antarktis bei jeder Reise gefunden, bei der man auf so etwas achtet. Unsere Tiefseekollegen, die auch in der Antarktischen Tiefsee bei unter 2000m Tiefe arbeiten, haben mal bei einer einzigen Reise 800 neue Arten gefunden. Die sind allerdings erst dann offiziell „neu“ wenn sie von Wissenschaftlern exakt beschrieben werden und damit klipp und klar ist, dass sie nicht schon bekannt sind und damit andere Kollegen sie später auch wiedererkennen können. Da wartet eine Menge Arbeit auf die Kollegen. Extrem selten werden allerdings neue Vierbeiner, wie auf deiner Fragekarte, gefunden. Allenfalls gibt es bei den Walen neue Varianten, von denen nicht so richtig sichergestellt ist, dass es sich auch um neue Arten handelt und nicht nur um ganz normale Unterschiede innerhalb einer Art. Bei Vögeln, insbesondere bei Pinguinen, ist es wohl ausgeschlossen, dass es noch unentdeckte gibt. Bei Fischen ist das Auffinden neuer Arten eher selten. Häufig werden unbekannte, also bisher unentdeckte Arten bei den wirbellosen Tieren gefunden, also bei Krebstieren, Würmern, Schwämmen – ja das sind auch Tiere! – Muscheln und Schnecken gefunden. Am häufigsten, wie schon gesagt, in der Tiefsee. Allgemein sollte man aber die Mikroorganismen nicht vergessen also insbesondere Bakterien, die überwiegend durch Untersuchungen an ihrem Erbgut beschrieben werden und nicht an Hand ihrer äußeren Gestalt, wie bei den größeren Organismen. Wenn man in der Antarktis nur einen Teelöffel von Sediment (also Meeresbodenschlamm) oder einen Liter Wasser genau untersucht, findet man mehrere hundert bis tausende von neuen Lebensformen. Das liegt einerseits an der großen Lebensvielfalt, andererseits aber auch daran, dass diese Kleinstlebewesen bisher bei solchen Untersuchungen nur wenig berücksichtigt wurden.

10-Minutenwerte der Bordwetterwarte vom 03.01.13 20:11 UTC

  •      Lufttemperatur    -2.9    °C
  •      Wassertemperatur    -2.0    °C
  •      Luftdruck    995.0    hPa
  •      Luftdruck, reduziert    997.3    hPa
  •      Wahre Windgeschwindigkeit    5.2    m/s
  •      Wahre Windrichtung    164.4    °
  •      Relative Windgeschwindigkeit    9.7    m/s
  •      Relative Windrichtung    347.7    °
  •      Relative Luftfeuchte    90    %
  •      Globalstrahlung    336    W/m²
  •      Höhe Wolkenuntergrenze    7513    ft
  •      Sichtweite    69595    m
  •      Position/Länge    -37.82453    °
  •      Position/Breite    -66.14089    °
  •      Schiffsgeschwindigkeit    9.1    kn
  •      Schiffskurs    218.6    °

 

2 Gedanken zu „3. Januar – Noch mehr Pinguine!

  1. wie ist die Stromversorgung gehandhabt??

Kommentare sind geschlossen.